Ich war lange überzeugt davon, dass meine Vulva irgendwie anders sei als die anderer Frauen.
“Als ich von Marias Vulva-Castings erfuhr, war ich sofort neugierig. Gleichzeitig war da aber auch eine gewisse Unsicherheit. Das Thema Vulva ist für viele Frauen - mich eingeschlossen - immer noch etwas, über das man nicht selbstverständlich spricht.
Bevor es mit der Abformung losging, haben wir es uns bei einem Getränk gemütlich gemacht und einfach geredet. Maria erzählte mir von ihrer Arbeit und wir kamen ganz natürlich auf das Thema Körperbild. Anfangs war mir das ehrlich gesagt etwas unangenehm. Ich war lange überzeugt davon, dass meine Vulva irgendwie anders sei als die anderer Frauen. Besonders meine Schamlippen waren immer etwas, wofür ich mich fast geschämt habe.
Doch genau hier begann für mich etwas sehr Wertvolles. Maria zeigte mir Bilder und Bücher mit unterschiedlichsten Vulven und plötzlich wurde mir klar, dass ich gar nicht so anders bin, wie ich immer dachte. Im Gegenteil: Vielfalt ist normal. Diese Erkenntnis war für mich überraschend, befreiend und auch ein bisschen emotional.”
D., 32
Offenbaren von Schönheit
“Marias Arbeit steht für das Sichtbarwerden einer noch nie dagewesenen Perspektive!
Die Abformung löste in mir eine gesunde Selbstliebe, ein Offenbaren von Schönheit aus, und ich kam auch mit meiner Scham in Kontakt, die sich jedoch in diesem Setting gut gehalten und eingebettet wusste. Als Hebamme und Künstlerin arbeitet Maria mit ganz viel Einfühlungsvermögen, Kompetenz, Achtsamkeit und Wertschätzung.
Ich resümiere für mich ein noch tieferes Ankommen in mir selbst, mehr Offenheit in Gesprächen, Gefühlen und Meinungen! Für mich ist es ein großer Beitrag zum Frieden - Frieden beginnt in mir und meinem Frausein!
Danke, liebe Maria, dass du mit deiner Arbeit meinen Horizont erweitert hast.”
A., 57
Ein neuer Blick auf meinen eigenen Körper
“Als Mama und im oft hektischen Alltag nehme ich mir selten Zeit nur für mich selbst. Der Abformungs-Abend war für mich deshalb viel mehr als nur die Entstehung eines Kunstobjekts. Er war eine kleine Auszeit, ein Raum für Reflexion und einen neuen Blick auf meinen eigenen Körper.
Gerade als Mutter war diese Erfahrung für mich besonders wertvoll. Ich wünsche mir, meiner Tochter ein gesundes Körperbild mitzugeben. Nicht im Sinne von “jeder Körper ist perfekt”, sondern vielmehr, dass ihr Körper nichts ist, das bewertet werden muss. Dass sie genau so, wie sie ist, richtig ist. Deshalb war es für mich ein wichtiger Schritt, mich mit dem Teil meines Körpers auseinanderzusetzen , mit dem ich mich lange nicht wirklich angefreundet hatte. Denn ich glaube, dass unsere Kinder vor allem daraus lernen, wie wir selbst mit uns umgehen.”
D., 32
Eine Einladung, mich bewusst zu betrachten.
“Die Abformung war eine ganz besondere Erfahrung. Entspannt und gleichzeitig aufregend. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Moment, als Maria mir einen Spiegel gab und mich dazu einlud, mich bewusst zu betrachten. Ich musste feststellen, dass ich das zuletzt als Kind getan hatte. Als erwachsene Frau hatte ich meiner Vulva erstaunlich wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Maria hat während des gesamten Prozesses die richtige Balance gefunden. Sie war diskret, offen, professionell und unglaublich einfühlsam. Ich habe mich zu jeder Zeit respektiert und gut aufgehoben gefühlt.
Wenn ich die Abformung heute betrachte, spüre ich manchmal noch einen kleinen Rest Scham. Gleichzeitig empfinde ich aber auch Stolz und Dankbarkeit. Vor allem dafür, dass dieses Projekt Räume schafft, in denen über weibliche Körper offen gesprochen werden darf. Räume, die Sichtbarkeit schaffen und dabei helfen, alte Unsicherheiten zu hinterfragen.”
D., 32